3 Kommunikationstipps

Hallo Franko,

die meisten von uns sind sehr schnell und ausführlich, wenn es darum geht jemanden zu kritisieren und auf seine Fehler aufmerksam zu machen. Dabei vergessen wir nur allzu oft, dass wir selbst nicht perfekt sind. Wenn es hingegen darum geht zu loben, sind wir oft zu zurückhaltend. Manche benutzen die Ausrede, dass es beim anderen nichts zu loben gibt. Kritisieren kann jedoch jeder, hier sind wir wahre Meister.

Es ist fast immer richtig seine Kritik für sich zu behalten und besonders kleine und unwichtige Dinge gar nicht zu erwähnen. Welchen Sinn macht es den anderen ständig daran zu erinnern, dass er nicht rauchen oder sich morgens kämmen sollte. Vergessen Sie nicht, dass auch das spaßige und nicht ernst gemeinte Kritisieren unter Freunden nicht sinnvoll ist. Jede Kritik, besonders falls Sie dem anderen nicht erklären, was schlecht ist und wie er es besser machen kann, ist ein Angriff auf das Selbstwertgefühl des Kritisierten.

Es ist nicht Ihre Aufgabe die Menschen in Ihrer Umgebung durch Kritik zu bessern. Das ist sowieso nicht möglich, außer sie wollen sich selbst verändern und fragen Sie nach Ihrer Meinung. Die meisten Menschen haben diesen Wunsch jedoch nicht und wollen ihr bisheriges Leben weiterführen. Indem Sie Kritik üben, zeigen Sie ihnen, dass sie im Unrecht sind und manche werden regelrecht beleidigt sein, auch wenn sie es sich äußerlich nicht anmerken lassen.

Machen Sie das Loben zu einer Gewohnheit!

Die Mehrheit der Menschen hat kein besonders stark ausgeprägtes Selbstbewusstsein und die Meinungen von anderen Menschen haben großen Einfluß auf sie. Was andere Menschen über sie sagen, bleibt den meisten wochenlang im Gedächtnis – sei es positiv oder negativ. Denken Sie daran wie Sie sich das letzte Mal gefühlt haben, nachdem Sie jemand offen kritisiert oder respektlos behandelt hat. Und erinnern Sie sich auch daran wie es war nachdem man sie das letzte Mal gelobt hat. Ich bin mir sicher, dass Sie sich noch daran erinnern auch wenn es Monate zurück liegt, denn das Loben ist in unserem Leben viel zu selten.

Sie haben die Macht bei anderen Menschen diese Gefühle zu erzeugen. Entscheiden Sie sich für das Kritisieren und Sie werden die entsprechenden Ergebnisse erhalten. Loben Sie so viel Sie nur können. An jedem Menschen lässt sich etwas Gutes finden und selbst wenn Sie etwas nachhelfen müssen und den anderen schöner oder besser machen müssen als er oder sie ist, tun Sie es. Achten Sie darauf, was dem anderen besonders wichtig ist. Falls eine Frau ein Bild von sich als Desktop-Hintergrund auf dem PC hat, wird Sie sich über ein Kompliment über ihr Aussehen sehr freuen. Ein anderer hat vielleicht das Bild seiner Kinder als Hintergrundbild gesetzt. Wenn Sie aufmerksam sind, werden Sie relativ schnell bemerken, was Ihrem Gesprächspartner wichtig ist.

“Wenn die Sonne nicht auf Lob und Bitten wartet, um aufzugehen, sondern eben leuchtet und von der ganzen Welt begrüßt wird, so darfst auch du weder Schmeichelei noch Beifall brauchen, um Gutes zu tun. Aus dir selbst heraus mußt du es tun: Dann wirst du wie die Sonne geliebt werden.”

Epiktet

Füttern Sie das Ego des anderen indem Sie ihn loben. Seien Sie hier nicht zurückhaltend. Loben Sie, bis Sie Ihr Gegenüber in (angenehme) Verlegenheit bringen. Jeder von uns hat es gern, wenn man ihm sagt er sei schön, klug oder interessant. Es gibt unzählige Arten ein Kompliment zu machen und dem anderen zu zeigen, dass er etwas Besonderes ist. Hier sind nur einige Beispiele:

* Kleidung
* Stimme
* Intelligenz
* frühere Erfolge/Karriere
* Aussehen

Natürlich muss das Lob zu der jeweiligen Person passen. Einer jungen Frau können Sie sagen, Sie hätte eine angenehme Stimme oder dass ihre Stiefel toll sind, aber bei einem älteren Herrn wird das keine große Wirkung hinterlassen. Manche Menschen freuen sich sehr über ein Kompliment für ihre Kinder. Bei anderen kann man sagen, dass ihr Akzept sympathisch ist. Es gibt unzählige Möglichkeiten.

Wichtig ist nur sich das Ziel zu setzen andere zu loben, anstatt zu kritisieren. Machen Sie das „Verteilen“ von Komplimenten zu einer Angewohnheit und Sie werden schnell bemerken wie sehr sich Ihre zwischenmenschlichen Beziehungen verbessert haben. Wenn Sie von anderen Menschen positive Rückmeldungen, Respekt und Zustimmung erhalten wollen, helfen Sie ihnen sich besser zu fühlen. Wenn jemand etwas Nettes über Sie sagt, fühlen Sie sich schließlich auch besser als zuvor.

Indem Sie dieses Gefühl an möglichst viele Menschen weitergeben, werden Sie erstaunliche Verbesserungen bei Ihrer Kommunikation bemerken. Außerdem hilft loben auch Ihnen selbst, denn auch Sie fühlen sich besser, wenn Sie anderen Komplimente machen und sich auf positive Dinge konzentrieren, anstatt nur darauf zu achten welche Mängel Ihr Gegenüber hat und was Sie kritisieren können.

Lernen Sie neue Menschen kennen!

Sie werden es im Leben nicht sehr weit bringen, wenn Sie versuchen alles alleine zu schaffen oder sich von anderen absondern. Natürlich sind Sie selbst Herr Ihres Schicksals, aber Sie benötigen die Hilfe anderer Menschen. In manchen Fällen hängt Ihr unternehmerischer Erfolg davon ab wie gut Sie mit Kreditgebern, Kunden oder Mitarbeitern – besonders in Krisenzeiten – umgehen können. In anderen Fällen kann es entscheidend sein, wen Sie kennen oder wen diese Person kennt.

Die meisten Kontakte werden nicht von Dauer sein, aber neue Menschen können Sie nur kennenlernen, wenn Sie Ihr Netzwerk erweitern, aktiv sind und auf andere Menschen zugehen. Erwarten Sie nicht, dass die Leute auf Sie zugehen werden, weil Sie eine besonders tolle Geschäftsidee oder einen guten Charakter haben. Besuchen Sie Orte, wo sich mit hoher Wahrscheinlichkeit Menschen aufhalten die Ihre Freunde, Lebenspartner oder Geschäftspartner werden können (je nachdem was Ihr derzeitiges Hauptziel im Leben ist).

Achten Sie darauf nicht aus Routine immer dieselben Orte zu besuchen, sondern sorgen Sie für Abwechslung. Und lernen Sie neue Menschen kennen. Der einfachste und unkomplizierteste Weg um ein Gespräch zu beginnen ist mit einer Frage zu beginnen. Ich denke dabei nicht an Fragen wie „Finden Sie das Wetter heute nicht auch schrecklich?“ denn darauf kann man mit einem einfachen Ja oder Nein antworten.Und genau das wollen Sie am Anfang vermeiden.

Stellen Sie eine Frage, bei der die Antwort etwas ausführlicher sein muss. Ich finde es am einfachsten nach dem Weg, nach einer Straße oder dem Beginn der Veranstaltung zu fragen o.Ä. Wichtig ist nach der (meist kurzen) Antwort sofort nachzuhaken und eine genauere Erklärung zu erfragen oder mit einer zweiten Frage wie „Sind auch zum ersten Mal hier?“ zu folgen.

In den ersten Minuten werden Sie bei den meisten Gesprächstpartnern die Führung übernehmen müssen. Sie werden ihn oder sie erst mit einigen Fragen, Anmerkungen oder Komplimenten aufwärmen müssen. Dann geht alles wie von selbst. Sobald der andere merkt, dass Sie ernsthaft an ihm und dem, was er zu sagen hat, Interesse haben und – was noch viel wichtiger ist – dass Sie auch tatsächlich zuhören, wird er das Gespräch dominieren. Von da an ist es Ihre Aufgabe aufmerksam zuzuhören, Zustimmung und Anerkennung zu zeigen und den anderen über sich reden zu lassen.

“Du wirst Menschen anziehen, die mit deiner eigenen Lebensphilosophie in Harmonie stehen, ob du es möchtest oder nicht.”

Napoleon Hill

Pflegen Sie bestehende Kontakte!

Kontakte müssen gepflegt werden, so wie die Pflanzen in Ihrer Wohnung regelmäßig gegossen werden müssen. Dabei reicht es aus dem anderen ab und zu zu zeigen, dass man an ihn gedacht hat, ihn nicht vergessen hat. Am einfachsten ist es den anderen anzurufen, wenn man einen Grund hat, zum Beispiel um ihm zum Geburtstag zu gratulieren (finden Sie meistens im Internet!) oder ein frohes, neues Jahr zu wünschen.

Um einen guten Freund zu haben, muss man selbst ein guter Freund sein.Und um viele, gute Freunde und Bekannte zu haben, muss man vielen Menschen ein guter Freund sein. Warten Sie nicht bis die anderen auf Sie zukommen, sondern übernehmen Sie die Initiative. Nutzen Sie das Telefon, anstatt Email oder SMS. Diese Dinge sind viel zu unpersönlich und emotionslos.

Diese Zeit ist ideal um Verwandte und alte Freunde anzurufen und ein wenig mit ihnen zu plaudern. Gute Beziehungen zu anderen Menschen oder wie manche sagen würden, ein Netzwerk, bestehen nicht aus einer Liste von Namen und Nummern, sondern aus gemeinsamen Erlebnissen, Gedanken und Kommunikation. Die meisten Menschen melden sich erst, wenn sie etwas brauchen und machen sich nicht die Mühe alte und neue Kontakte zu pflegen bzw. neue zu vertiefen (indem man jemanden zum Essen einlädt oder ihn um einen Ratschlag bittet o.Ä.).

Kontaktieren Sie in den nächsten Tagen 10 alte oder neue Freunde, Bekannte und Verwandte, am besten solche, von denen Sie lange nichts gehört haben. Erkunden Sie sich einfach danach wie es ihnen geht. Und vergessen Sie nicht bei jedem Gespräch ein Lob einzufügen, damit Sie gleich mit dem Üben beginnen. Greifen Sie nur auf Email zu, wenn es nicht anders geht, aber auch das ist besser als sich gar nicht zu melden.

Viel Erfolg!

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Über gn24info

28 Jahre jung selbstständiger Unternehmer . Gründer und Geschäftsführer der W.F International Marketing und GN24
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2 Antworten zu 3 Kommunikationstipps

  1. Hanspeter schreibt:

    „Wir sind schon ein merkwürdiges Volk, wenn wir mit Freude Maschinen bedienen, aber jedes Lächeln gefriert, wenn es sich um die Bedienung von Menschen handelt.“

    Die „Bedienungs-Schule“ gehört als Hauptfach in die Grundschule! Nicht Sprüche sind es, woran es fehlt, die Bücher sind voll davon. Woran es fehlt, sind Menschen, die sie anwenden.

    Da sind wir uns einig, oder?

    Liebe Gruess us em „Schwiizerländli“
    Hanspeter

  2. You are a very capable individual!

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