Die neidische Ziege

Hallo Franko,
in der heutigen Newsletterausgabe geht es um negative Gefühle beim Anblick vom Erfolg und Glück anderer. Ganauer gesagt um Neid. Dieses Gefühl ist so schädlich, dass es einen Menschen förmlich von innen zerfrisst. Man achtet ständig darauf welche Vorzüge der andere genießt, wie er beachtet wir und das alles obwohl er es anscheinend nicht verdient hat.
Man sagt sich, dass man an seiner Stelle stehen müsste, weil man geeigneter ist und es viel mehr verdient hätte. Doch gerade durch solches Denken, durch die Misgunst, zeigt man, dass es nicht so ist. Man zeigt dadurch, dass man nicht reif für diese Stelle ist.
Sehr neidische Menschen sind oft gar nicht dazu bereit selbst für das Ziel zu arbeiten, sondern beschränken sich darauf dem anderen Steine in den Weg zu legen und in ihrer Phantasie weitere Gründe dafür zu suchen, warum sie sich ungerecht behandelt fühlen. Ein neidischer Mensch wird niemals zugeben, dass er im Unrecht ist, für ihn ist es eine Tatsache, dass er richtig liegt. Es ist deshalb sehr schwer mit solchen Menschen vernünftig zu argumentieren.
“Der Neid der Menschen zeigt an,
wie unglücklich sie sich fühlen,
und ihre beständige Aufmerksamkeit auf fremdes Tun und Lassen,
wie sehr sie sich langweilen.”

Arthur Schopenhauer
Es kommt natürlich auch vor, dass ein Mensch wirklich bevorzugt wird, viel Glück im Leben hat oder das Lieblingskind der Eltern ist. Doch selbst wenn das der Fall ist, ist Neid niemals gerechtfertigt und er führt zu nichts. Man steigert sich nur mit der Zeit in dieses Denken hinein und aus Neid entwickelt sich Wut auf den anderen und die Welt im Allgemeinen.
Es ist nicht besonders hilfreich Neid bekämpfen zu wollen. Wir alle haben eine Seite unserer Persönlichkeit, die Neid empfindet, und ab und zu kommt sie zum Vorschein. Bei manchen ist sie stärker ausgeprägt und bei anderen schwächer, aber es gibt keinen Menschen, der vollständig frei von Neid ist.
Die beste Möglichkeit um Neid zu verhindern, ist ihn durch Mitgefühl und Gunst zu ersetzen. Anstatt hinter dem Rücken einer Person schlecht über sie zu reden, könnte man auf sie zugehen und ihr zu dem Erfolg gratulieren. Vielleicht entsteht daraus eine Freundschaft und man kann eigene Erfahrungen austauschen und Neues lernen. Anstatt die guten Ausgangsbedingungen des anderen zu betrachten, sollte man über das dankbar sein was man hat und darf nicht vergessen, dass es auch viele geschafft haben, die weit weniger hatten – dass es vielleicht Menschen gibt, die auf uns neidisch sind.
Ein wichtiger Grund dafür den Neid durch positive Gefühle zu ersetzen, ist die Tatsache, dass es uns selbst schadet, wenn wir schlecht über andere reden. Wir konzentrieren uns dann auf die Dinge, die wir nicht haben und wie es in unserem Leben sein könnte. Das führt nur zu Verzweiflung und man zeigt, dass man nicht bereit ist Verantwortung für sein Leben zu übernehmen. Immer wenn man die Gründe für seinen mangelnden Erfolg oder die Unzufriedenheit bei anderen Menschen oder bei den Umständen sucht, läuft man weg und ignoriert, dass man selbst der Einzige ist, der das verändern kann.
Neid und Wut bringen niemanden weiter. Sie führen dazu, dass wir uns schlecht fühlen und immer an das “Was wäre, wenn…” denken. Dazu habe ich eine passende Fabel von Aesop gefunden.
Der Esel und die Ziege
Ein Bauer hatte einen Esel und eine Ziege. Weil nun der Esel sehr viel arbeiten und große Lasten tragen mußte, erhielt er ein reichlicheres und besseres Futter als die Ziege.
Diese beneidete den Esel, und um ihn um die bessere Kost zu bringen, oder doch wenigstens ihm Schläge einzutragen, sprach sie eines Tages zu ihm:
„Höre, lieber Freund! Oft schon habe ich dich von Herzen bedauert, daß du Tag für Tag die schwersten Lasten tragen und vom Morgen bis Abend arbeiten mußt; ich möchte dir wohl einen guten Rat geben.“
„Warum nicht?“ sagte der Esel, „ich bitte dich sogar darum!“
„Nun, so höre: Wenn du an eine Grube kommst, so stürze dich hinein, stelle dich verletzt, und dann wirst du längere Zeit Ruhe haben und nichts arbeiten dürfen.“
Dem Esel schien dies ein ganz guter Vorschlag, und kaum war er anderntags mit einer Last bei einer Grube angekommen, als er auch schon den Rat befolgte. Wie aus Zufall trat er fehl und stürzte hinein. Aber das hatte er sich nicht gedacht! Halb tot lag er da und daß er sich nicht ein Bein gebrochen, war ein Glück. Ganz geschunden wurde er herausgeholt und konnte sich kaum nach Hause schleppen.
Sein Herr hatte nichts Eiligeres zu tun, als zu einem Vieharzt zu schicken, der dann verordnete: der Kranke solle eine frische, pulverisierte Ziegenlunge einnehmen.
Da dem Herrn der Esel mehr wert war als die Ziege, so ließ er diese sofort schlachten, um den Esel zu retten.
So büßte die Ziege für ihren bösen Rat mit dem Leben. Die Folgen des Neides gereichen nicht selten dem Neider selbst zum Verderben.
Der heutige Tipp lautet deshalb:
Ersetzen Sie Neid und Wut durch Gunst und Mitgefühl und freuen Sie sich für den anderen.
Viel Erfolg!

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Über gn24info

28 Jahre jung selbstständiger Unternehmer . Gründer und Geschäftsführer der W.F International Marketing und GN24
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